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Ha, es gibt allen Ernstes ein Label, das sich Untragbar nennt. So viel Selbstironie ist ja irgendwie schon wieder ganz nett. Aber um den Ausdruck untragbar einmal ganz wörtlich zu nehmen, haben wir ein kritisches Auge auf die aktuellen Herbst/Winter Kollektionen für den Mann geworfen. Der Designer Bill Gaytten beispielsweise hat das harte Erbe John Gallianos angetreten und Outfits entworfen, die jeweils nur für ganz bestimmte Typen tragbar sind. So repräsentiert jedes Model einen bestimmten Typus vom Gangster bis zum Flieger oder Footballer. Schon bei den Worten Lackjacke, Plunderhose und Uniform (mitsamt Helm) zuckt man sicher in vielen Büros dieser Welt verschreckt zusammen. Doch was sich dahinter verbirgt ist gar nicht so übel und vieles im Grunde genommen gar nicht so untragbar, wie man zunächst vermuten könnte:

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Auch beim Esquire bescheinigte man den Outfits auf den Laufstegen beste Eignung für den Alltag im Job. Dunkjelblau, schwarz, metallisch, frei von Mustern, dafür schwungoll im Schnitt könnte dieser Herbst sich am modebewussten Mann abzeichnen. Während bei Gucci beispielsweise noch im Jahr davor ein wenig überzeugender Entwurf des New Dandy propagiert worden war, bringt etwa salvatore Ferragamo (siehe Bild oben) diesen Ansatz zurück auf den Boden der Tatsachen. Das Resultat sind mal klassische, mal förmliche, doch meistens von subtiler Extravaganz veredelte Business Outfits für das 21. Jahrhundert. Wenn das nicht tragbar ist:

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Auch Versace, Acne, Dior Homme, Bottega Veneta, Michael Kors und Canali sind in diesem Jahr auf einem ganz ähnlichen Trip.