Die Wohnung über meiner Schreibstube wird saniert. Perfekte Voraussetzungen für einen Test der HiDefDrum In-Ear-Headphones für iPhone, iPad, iPod und BlackBerry von Atomic Floyd. Jetzt werden die Schächte für die Heizungsrohre in die Wand gebohrt. Der Lärm-Level erreicht Club-Niveau, und ich den nervlichen Siedepunkt. Also stecke ich mir das Styler-Gear aus Edelstahl in die Ohren und mach die Musik* an…..wow.

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In meinem Kopf ist jetzt endlich etwas, was ich hören will, und nicht Schlagbohrhämmer, oder der taube alte Mann von unten, der seinen Vögeln den ganzen Tag etwas vorflötet. Die HiDefDrum filtern Umgebungsgeräusche sehr effektiv raus, da kann man sich auf das Musikhören konzentrieren.

Und - auch sehr erfreulich - dank 3 unterschiedlicher Sets an Silikon-Stöpseln zum Austauschen bleiben sie auch drin. Denn, dass wissen nicht viele Menschen über mich, meine Ohren sind unterschiedlich groß. Menschen sind nicht alle gleich……… Einer der Gründe, warum ich an “Stöpselhörern” immer verzweifelt bin. Jetzt habe ich Links einen größeren Pfropf, und ein Problem weniger. Man kauft hier auch nicht nur ein paar hochwertige Kopfhörer aus Edelstahl mit teils vergoldeten Teilen, sondern auch eine solide Peripherie, bestehend aus besagten Stöpsel-Sets, einem 3,5mm-auf-6,3mm Stereoklinen-Adapter, einem In-Flight-Adapter (im Flugzeug werden sich die Noise-Killing Qualitäten der HiDefs auszahlen), und einem kleinen Täschchen, um die Schätze zu verstauen. Super verarbeitet und ordentlich mit Zubehör versehen. Check.

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Klang? Sound? Beats & Bässe?Ohren-Porno! Folgende Tracks (s.u.) habe ich die ganze Zeit rauf und runter gehört, um die HiDefDrums kennenzulernen. Laut, leise, basslastig, digital, handmade, Vocals, rhythmisch, ambientös - alles dabei. Und ja - “High Definition Bass” trifft es genau. Ein manches Mal, gerade bei hochaufgelösten** Club-Tracks musste ich das Volume über den Control-Bar am linken Kabel etwas zurückdrehen, damit mir von den Druckwellen der Bässe nicht das Gehirn aus der Nase fliegt***. Erstaunlich, wie aus so kleinem Raum solche voluminösen Tiefen entstehen.

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AcousticSteel™ nennt sich die hauchdünne Verarbeitung des Stahls, welcher offensichtlich das Verhalten von Membranen annimmt. Aber Bum-Bum-Bum macht noch keine Musik, die HiDefs bilden das gesamte Soundbild hervorragend ab. Und haben mich dazu gebracht endlich mal wieder in Ruhe und mit voller Aufmerksamkeit Musik zu hören, nach neuer Musik zu suchen, und ihre ganze Vielfältigkeit zu geniessen.

Ach ja, wunderbar klar und verständlich Telefonieren kann man mit ihnen auch, das Mikrofon macht einen guten Job, aber ich hab alle Leute so schnell wie möglich abgewürgt, weil ich lieber Musik hören wollte. ;-) Und: Tragekomfort? Ja. Aber irgendwann drücken selbst die weichesten und fluffigsten Silikon-Pfropfen. Das ist aber nicht ihre Schuld. No hard feelings.

Atomic Floyd HiDef Drum In-Ear-Kopfhörer für ca. 185 Euro, in Deutschland zur Zeit exklusiv im Apple Store. Von mir empfohlen.

Meine Referenz-Tracks: **Merke - die besten Kopfhörer können nicht viel ausrichten, wenn die Musik schlecht aufgelöst ist. Alle meine Tracks waren Wavs oder Aiffs mit 256 KB Auflösung und höher.

AWOLNATION - Sail

‪Mungo Park - Pilgrim - Jackson And His Computer Band Remix‬

‪Casiokids - Det haster!‬

‪College feat. Electric Youth - A Real Hero

Spank Rock - Baby

Wildcookie - Serious Drug

‪Dimitri From Stoke On Trent (Dimitri From Paris) - I Wanna Be Your Lobster‬

Map of Africa - Bone

Rayko/EmVee - All Around The Watchtower

Cosmic Boogie - Space Machine

Soul Coughing - It´s Chicago It´s not Chicago‬

***Da die HiDef Drums die Umgebung ziemlich effektiv herausfiltern, eignen sie sich nicht für das gleichzeitige Führen eines Fahrzeugs! Und dreht nicht zu laut, die Dinger können was.