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Chucks haben es vor etlichen Jahren vorgemacht. Wurden sie früher als die einzig tragbare Turnschuhmarke für Punks bezeichnet, so haben sich Converse Trainers inzwischen zum meistverkauftesten Sneaker aller Zeiten gemausert und finden selbst in der Hip Hop-Szene von Paris bis Prenzlau begeisterte Anhänger mit credibility.
Bestes Beispiel also, dass Modetrends unser ästhetisches Empfinden nicht nur massiv beeinflussen. Neuestes Beispiel: Creepers. Schuhe, die aufgrund ihrer gigantischen Krepp-Sohle auch Elevator Shoes genannt werden. Gewöhnungsbedürftig, polarisierend und dennoch - oder gerade deswegen unglaublich cool. Schön, dass all das in der Mode keinen Widerspruch darstellt.

Ursprünglich stammt der Schuh mit der markanten Gummisohle aus dem Militär. Britische Soldaten, die während des zweiten Weltkriegs in Nordafrika stationiert waren, trugen erstmalig sogenannte Brothel Creepers, da sich der Schuh selbst unter den rauen Bedingungen der afrikanischen Sonne als besonders langlebig erwiesen. Kaum aus dem Krieg wiedergekehrt, wollten sich die Soldaten auch zuhause nicht so recht von den robusten Wüstentretern trennen. Ein Trend war geboren und eine Reise durch die englischen Subkulturen begann. Teddy Boys und Rockabillys trugen sie in den 50er und 60er Jahren. Später wurden sie zum Objet de Valeur für Punks, New Waver und Psychobillys.

Heute, nach all den Jahren, all den Subkulturen schaffen Creepers ihr modisches Comeback. Ob Prada, Givenchy, Raf Simons für Jil Sander oder Thom Browne – sie alle setzen auf Plateau und beziehen sich in ihren aktuellen Schuh-Entwürfen auf die klobige Creepersohle. Unsere Favoriten findet ihr hier:

Dior Homme, via Luisaviaroma.com

COMME des GARÇONS SHIRT x The Generic Man Longwing Brogue

Givenchy, via Luisaviaroma.com

Discovered, via Neronis

Caminando, via Farfetch.com

Damir Doma, via Why-lip.com, Luisaviaroma.com

Mugler, via Why-lip.com