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Es gibt kaum eine deutsche Band, die so sehr polarisiert wie Rammstein. Die einen vergöttern die Band regelrecht als Heilsbringer der deutschen Rockszene, feiern sie für ihren Stil, die harten Texte und die Liveinszenierungen. Andere sehen in der Band nicht mehr als eine Art Oomph! mit Feuerwerk. Seit Mitte der 90er Jahre mischen sie die Musikszene auf und haben mit ihrem brachialen Sound immer wieder schockiert und provoziert. Alleine der Fakt, dass der Verfassungsschutz des Landes Nordrhein-Westfalen eine umfassende Akte zur Band angelegt hat, sagt einiges aus. Seit Jahren wird der Gruppe um Sänger Till Lindemann Gewaltverherrlichung, Sexismus, Homophobie und Rechtsextremismus vorgeworfen.

Bei näherem Betrachten ist das allerdings totaler Unsinn. Einerseits ist da die Band selbst, die sich von diesen Vorwürfen distanziert, andererseits wären da die Lyrics, die oftmals unmissverständlich das Gegenteil zum Ausdruck bringen. So wurde zum Beispiel das Lied “Links 2 3 4″ geschrieben, um sich von der rechten Szene abzugrenzen. Doch was wäre eine Band wie Rammstein schon ohne ihre Kontroversen?

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Wer das Schaffen von Rammstein, so wie ich, über die Jahre verfolgt hat, weiß, dass die Band auf ihren sechs Studioalben sowohl eine ganze Reihe schlechter, doch umso mehr gute Songs zusammengetragen hat. Naja, für eine Best-Of-Kompilation reicht es jedenfalls allemal! “Made in Germany” heißt das gute Stück und ist Anfang Dezember erschienen. Die “Super Deluxe Edition” kommt im Granitblock-Format und enthält eine Bonus-CD mit Remixen, Musikvideos, Making-of’s, etc. Fazit: Gute Zusammenstellung die sicher auch von einigenNicht-Metalheads verdienter Maßen Zuspruch erhalten wird. Viele Songs sollen ja auch einfach nur Spaß machen. Unterhaltung der etwas anderen Art sind die feurigen Liveshows der Band. Da ist zu überlegen, ob man sich dieses Spektakel nicht doch noch einmal live ansieht…

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